{"id":6,"date":"2016-07-07T21:40:40","date_gmt":"2016-07-07T19:40:40","guid":{"rendered":"http:\/\/nordost.altesitte.info\/?page_id=6"},"modified":"2016-07-11T20:39:41","modified_gmt":"2016-07-11T18:39:41","slug":"ueber-altesitte-nordost","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/nordost.altesitte.info\/?page_id=6","title":{"rendered":"\u00dcber Alte Sitte Nordost"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wat&#8217;n dat nu wedder?<\/strong> \u2026wird sich mancher vielleicht fragen. Eine nord\u00f6stliche Alte Sitte, nie geh\u00f6rt. Daher ein paar einleitende Worte zu meinem Blog und Drumherum.<\/p>\n<p>Im Grunde ist dieses Blog <a href=\"http:\/\/nordost.altesitte.info\/\" target=\"_blank\">nordost.altesitte.info<\/a> der \u201ekleine Bruder\u201c zur Webseite <a href=\"http:\/\/altesitte.info\/\" target=\"_blank\">altesitte.info<\/a>, auch als <a href=\"http:\/\/asentr.eu\/\" target=\"_blank\">asentr.eu<\/a> bekannt und unter beiden erreichbar. Warum dann also noch ein Blog? Ganz einfach, das ist eher so eine inhaltliche Sache. Auf die Webseite kommen Artikel, die sich zu einem speziellen Thema entwickelt haben. F\u00fcr Gedankensplitter, unfertige Ideen und dergleichen ist das nix. Das ist hier besser aufgehoben. Und wenn man in einem Blog mehr sieht, als nur die Summe der Codezeilen, l\u00e4\u00dft sich auch immer sowas wie Reflexion eigener Gedanken, Eindr\u00fccke und Wahrnehmungen erkennen. Pers\u00f6nliche Momentaufnahmen zur Alten Sitte.<\/p>\n<p>Von daher sind die statischen Inhalte zum Thema \u00c1satr\u00fa am Besten bei der \u201egro\u00dfen Schwester\u201c aufgehoben (das Wort \u00c1satr\u00fa ist im Nordischen ja weiblich, daher \u201egro\u00dfe Schwester\u201c ). Das erkl\u00e4rt aber noch nicht das \u201eNordost\u201c im Titel.<\/p>\n<p>Geografisch hat es damit zu tun, da\u00df wir vor einiger Zeit einen bewu\u00dften Wendepunkt vollendet\u00a0 haben, indem wir unseren Lebensmittelpunkt vom st\u00e4dtischen ins l\u00e4ndliche Umfeld verlegten. Jetzt wohnen wir am Rande eines kleinen Dorfs im Nordosten von Deutschland.<\/p>\n<p>\u00dcber die Staatsgrenzen hinaus ist der Nordosten aber auch eine Landschaft, die lange gemeinsames Siedlungsgebiet germanischer und slawischer St\u00e4mme gewesen ist. Nordost ist f\u00fcr mich damit auch eine geistig-kulturelle Richtungsangabe, eine Art Spurensuche nach Brauchtum und religi\u00f6sen Vorstellungen unserer Vorfahren, mit Blick nach Norden und Osten. Bleibt man nicht \u00a0immer ein Wanderer, ein Suchender auf Alten Pfaden&#8230;?<\/p>\n<p>Vieles l\u00e4\u00dft sich heute noch un\u00fcbersehbar am Wegesrand finden, anderes liegt verborgen in W\u00e4ldern zwischen Moos und Farnen \u2013 was ja gleicherma\u00dfen auch f\u00fcr uns selbst gilt. R\u00fcckbindung wird nur finden, wer in sich hineinhorcht und seiner inneren Stimme an die alten Pl\u00e4tze folgt und ihre Kraft sp\u00fcrt&#8230; und davon etwas mitnimmt.<\/p>\n<p>Gehe die alten Pfade, die zwischen Moos und Farn verborgen liegen. Suche die alten Pl\u00e4tze, sp\u00fcre ihre Kraft und folge dem Ruf der G\u00f6tter.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-53\" src=\"http:\/\/nordost.altesitte.info\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/nebelwald-mit-kompass1.jpg\" alt=\"nebelwald-mit-kompass1\" width=\"600\" height=\"330\" srcset=\"https:\/\/nordost.altesitte.info\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/nebelwald-mit-kompass1.jpg 600w, https:\/\/nordost.altesitte.info\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/nebelwald-mit-kompass1-300x165.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>Schaut man sich die Bezeichnung \u201eAlte Sitte\u201c f\u00fcr die heidnische (nordgermanische) Religion an, wird man schnell merken, da\u00df es offenbar kein prim\u00e4res Anliegen der damaligen Menschen war, sich Gedanken \u00fcber einen Eigennamen f\u00fcr die religi\u00f6sen Vorstellungen zu machen, waren es doch die althergebrachten, allen bekannten und von den Ahnen \u00fcberbrachten Vorstellungen. Wozu also ein Name. Im Spannungsfeld der sich neu ausbreitenden Glaubensvorstellungen bildeten sich jedoch Sprachwendungen wie \u201enach alter Sitte\u201c, \u201ealtem Brauch\u201c, \u201ea\u00f0 fornum si\u00f0\u201c also auf \u201ealte Art und Weise\u201c oder \u201eHei\u00f0inn si\u00f0r\u201c nach heidnischer Sitte, um vom Christentum (Kristinn si\u00f0r) zu unterscheiden. Die neuen Gebr\u00e4uche (n\u00fdi si\u00f0r) standen im Gegensatz zum Althergebrachten (forn si\u00f0r). Daran hat sich im Grunde bis heute nichts ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Was damals mit dramatischen Umw\u00e4lzungen verbunden war, hat unter anderem zu dem Punkt gef\u00fchrt: Die G\u00f6tter verschwanden (oder starben) nat\u00fcrlich keineswegs, sondern nur die pers\u00f6nlichen Verbindungen zu ihnen, sofern sich die heidnischen Br\u00e4uche nicht ad\u00e4quat verschleiern lie\u00dfen. Mit der Zeit f\u00fchrte dies zu dem Umstand, da\u00df zwar alles offensichtlich Heidnische von der Oberfl\u00e4che verschwand, jedoch im Unterbewusstsein der Menschen erhalten blieb, sich geradezu dahin zur\u00fcckzog. Teilweise fand es Ausdruck in Sagen und Erz\u00e4hlungen, Ortsbezeichnungen, Flur- und Flu\u00dfnamen und einiges mehr. Noch leichter lassen sich die unz\u00e4hligen Spuren finden, die unsere Vorfahren in der Landschaft hinterlie\u00dfen. Manche so offensichtlich, da\u00df man f\u00f6rmlich dr\u00fcber stolpert, andere gut versteckt an unscheinbaren Orten. Und hier wirkt das Geheimnisvolle dieser alten Zeit fort, liegt wie eine Sph\u00e4re \u00fcber allem. Wie eine Art unsichtbare Zwischenwelt inmitten des Allt\u00e4glichen. F\u00fcr die einen nicht (mehr) \u00a0sichtbar, f\u00fcr andere hingegen ein lebendiger Quell. Nat\u00fcrlich lassen sich nach wie vor monotheistische Glaubensvorstellungen wie eine Schablone dar\u00fcberlegen, aber was \u00e4ndert das? Darunter bleiben die immanent waltenden Kr\u00e4fte unber\u00fchrt, im Verborgenen. Und darin liegt etwas Entscheidendes: Der Zugang liegt in uns selbst&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>Die Quelle des Urd ist nicht l\u00e4nger ein dunkles Tief, in das wir starren, sondern ein lebender Strom, der fruchtbar durch die L\u00e4nder des Nordens flie\u00dft. (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Johan_Sebastian_Welhaven\" target=\"_blank\">Welhaven<\/a>)<\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>Was w\u00e4r ein Gott, der nur von au\u00dfen stie\u00dfe,<br \/>\nIm Kreis das All am Finger laufen lie\u00dfe!<br \/>\nIhm ziemt\u2019s, die Welt im Innern zu bewegen,<br \/>\nNatur in Sich, Sich in Natur zu hegen,<br \/>\nSo dass, was in Ihm lebt und webt und ist,<br \/>\nNie Seine Kraft, nie Seinen Geist vermisst. (Goethe)<\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kurz zu mir<\/strong><\/p>\n<p>Ich (<em>ING<\/em>) war einige Jahre vereinsorganisiert unterwegs, bin nach einer Weile aber wieder zum Eigenen zur\u00fcck. Was den Blog betrifft, so wei\u00df ich inzwischen kaum noch etwas \u00fcber (oder aus) der \u201eSzene\u201c zu berichten. Ich nehme an keinen Veranstaltungen mehr teil, bin fern jeder Art von organisiertem Heidentum, fern aller Modernisierungsbestrebungen und Ausdifferenzierungsprozesse, fern aller \u201etrue or not true\u201c-Diskussionen und was wei\u00df ich nicht alles. Kern und Mittelpunkt bleibt immer die eigene Verbindung zu den G\u00f6ttern. Vielleicht mag \u00a0daher abschlie\u00dfend die Frage berechtigt sein, ob ein Strom, der zu sehr in Bahnen gelenkt wird, nicht eher versiegt, als da\u00df er an Lebendigkeit zunimmt?<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-45\" src=\"http:\/\/nordost.altesitte.info\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/ing_nor.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"347\" srcset=\"https:\/\/nordost.altesitte.info\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/ing_nor.jpg 600w, https:\/\/nordost.altesitte.info\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/ing_nor-300x174.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wat&#8217;n dat nu wedder? \u2026wird sich mancher vielleicht fragen. Eine nord\u00f6stliche Alte Sitte, nie geh\u00f6rt. Daher ein paar einleitende Worte zu meinem Blog und Drumherum. 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