{"id":725,"date":"2018-01-17T19:05:03","date_gmt":"2018-01-17T18:05:03","guid":{"rendered":"http:\/\/nordost.altesitte.info\/?p=725"},"modified":"2018-01-17T19:05:03","modified_gmt":"2018-01-17T18:05:03","slug":"julfest-wintersonnenwende-ein-rueckblick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nordost.altesitte.info\/?p=725","title":{"rendered":"Julfest &#038; Wintersonnenwende &#8211; ein R\u00fcckblick"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>Ein Gastbeitrag<\/p><\/blockquote>\n<p><em>21.12.2017\u00a0<\/em> Es ist soweit&#8230;..Ende und Anfang stehen so nah zusammen, wie niemals sonst im Jahr. Der dunkelste Tag, die l\u00e4ngste Nacht standen uns am 21.12. bevor und am 22.12. begann der neue Kreislauf. Licht und Leben werden wieder st\u00e4rker. Die Tage l\u00e4nger, die N\u00e4chte k\u00fcrzer.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Bis wir das wirklich deutlich merken, wird noch etwas Zeit vergehen \u2013 aber die Tatsache als solche ist unumst\u00f6\u00dflich. Ich f\u00fchle bei dem Gedanken einen Anflug von guter Laune und Hoffnung auf bessere Tage. Ich geh\u00f6re zu den Menschen, die weder Angst vor Dunkelheit haben, noch denen K\u00e4lte etwas ausmacht. Trotzdem ist es ein gutes Gef\u00fchl zu wissen, dass die dunkelste Jahreszeit jetzt hinter uns liegt. Es hat was von Aufbruch. Und die Julzeit ist in vollem Gange, der Baum steht schon seit Tagen in der Wohnung und ist traditionell heidnisch geschm\u00fcckt. Licht, das drau\u00dfen wieder l\u00e4nger lebt und Licht das innen die Dunkelheit vertreibt. Leben und Tod \u2013 bzw. Licht und Dunkelheit \u2013 kommen sich sehr nah.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-672\" src=\"http:\/\/nordost.altesitte.info\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/012-375x500.jpg\" alt=\"\" width=\"375\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/nordost.altesitte.info\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/012-375x500.jpg 375w, https:\/\/nordost.altesitte.info\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/012-624x832.jpg 624w, https:\/\/nordost.altesitte.info\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/012.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 375px) 100vw, 375px\" \/><\/p>\n<p>Im Haus wurden alle Lichter gel\u00f6scht, eine einzelne Kerze in einem Windlicht wurde entz\u00fcndet. Mit diesem letzten Licht des alten Jahres gingen wir (Frau, Sohn, ich) aus dem Haus in den Garten. Das Holz war aufgeschichtet, das Sonnenrad aus Stroh und Holz lag bereit. Jetzt wurde die Kerze im Windlicht gel\u00f6scht. Unser gemeinsames \u201ealtes&#8220; Jahr erlosch damit symbolisch. Dunkelheit und Stille. Einen Moment h\u00e4ngt jeder seinen Gedanken nach.<\/p>\n<p>[\u2026]<\/p>\n<p>Es ist Zeit, das neue Jahr zu begr\u00fc\u00dfen und das Feuer zu entz\u00fcnden. Zuvor wurde das Hammer-Ritual ausgef\u00fchrt, in gebotener K\u00fcrze, aufgrund des sich ank\u00fcndigenden Regens. Hammer des Nordens, weihe diese heilige St\u00e4tte und halte Wacht! Eine bereitstehende Wachsfackel wurde von meinem Sohn entz\u00fcndet und mit ihr der Holzsto\u00df, auf dem das Sonnenrad lag. Mit von mir gesprochenen Worten wurde der Bund f\u00fcr das neue Jahr bekr\u00e4ftigt. Nach diesen Worten am Feuer trank ich meinen Met aus dem Horn, mein Sohn trank sein Malzbier, meine Frau ihren Wein. Wir alle gossen danach einen Teil davon ins Feuer. Der Bund soll erneuert sein. Es gab in kleine St\u00fccke geschnittenen von einem Freund selbst ger\u00e4ucherten Schinken in 2 Geschmacksrichtungen und ger\u00e4ucherten Gouda. Wunderbar, drau\u00dfen am Feuer ger\u00e4ucherten Schinken zu essen, einfach klasse. Auch davon gaben wir unseren Teil ins Feuer.<\/p>\n<p>Vor sich hin kauend war es geboten, sich nun auf das zu besinnen, was vor uns liegt.<\/p>\n<p>[\u2026]<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich brach ich das Schweigen brach und \u00fcbergab meinem Sohn seine erste, eigene Axt. (hatte ich vorher im Gartenhaus versteckt) Mit von mir eingeritzten und gef\u00e4rbten Runen; sein Name, Schutz- und Heilrunen. Fortan werden wir gemeinsam \u201eHolz machen&#8220;, wenn er Bock hat, ein Feuer im Steinkreis zu machen. 10 Jahre sind ein gutes Alter um Verantwortung zu \u00fcbernehmen und zu lernen, wie man mit scharfem Werkzeug umgeht, ohne dass es eine Gefahr darstellt. Seit Oktober besitzt er ja bereits ein eigenes Schnitzmesser. Er nahm sie mit Ehrfurcht und lie\u00df sie den Rest des Abends nicht mehr los.<\/p>\n<p>[\u2026]<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich nahmen wir Feuer aus dem Feuer, z\u00fcndeten damit das Windlicht wieder an und trugen das erste Licht des neuen Jahres ins Haus. Ein neuer Lebenskreis hat begonnen. Wir setzten uns dann an den Tisch, gedachten der Verstorbenen dieses und der letzten Jahre und a\u00dfen noch Fisch und Brot. So war die Wintersonnenwende 2017.<\/p>\n<p>Es hat sich in 2017 viel getan. Die N\u00e4he zu meinen G\u00f6ttern war sp\u00fcrbarer denn je und ich hatte ganz deutliche Hilfe. Ich selbst habe mich auch ver\u00e4ndert und mehr gegeben, habe mit offeneren Augen gelebt und den auftretenden Widerst\u00e4nden die Stirn geboten &#8211; aber anders als fr\u00fcher. Ich k\u00e4mpfe nicht mehr alleine.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Gastbeitrag 21.12.2017\u00a0 Es ist soweit&#8230;..Ende und Anfang stehen so nah zusammen, wie niemals sonst im Jahr. Der dunkelste Tag, die l\u00e4ngste Nacht standen uns am 21.12. bevor und am 22.12. begann der neue Kreislauf. Licht und Leben werden wieder st\u00e4rker. 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