Archiv der Kategorie: Mittsommer

Feuer künden Sonnenwende

Feuer künden Sonnenwende
Funkengarben teilt der Wind
Frühlingstage sind zu Ende
bald die Erntezeit beginnt
Sonnenwende nimmt kein Ende
wenn der Sommer auch verrinnt
durch das Dunkel, durch die Erde
ewig kreist das Jahresrad.

Sonne Hagal – Sonnenwende

Sommersonnenwende 2019

Hohe Asen, hohe Vanen!
Wir danken euch für die Gaben des Sommers,
für Wachstum und Fruchtbarkeit, Fülle und Glück.
Gebt uns gute Ernte und Frieden,
Gesundheit und Kraft und heilvolles Wirken.
Balder, hellster der Asen.
Strahlend in Fülle, Frieden und Licht.
Gott der Reinheit und des Lebens,
auf der Höhe seiner Kraft.
Hohe Asen, hohe Vanen!
Wir danken euch für die Gaben des Sommers.

Das fließende Jahresschema

Mein Verständnis vom Jahreskreis orientiert sich weniger an der absoluten Festlegung gewisser Fixpunkte, wie dies die Liste der Jahreskreisfeste vermuten lassen könnte. Vielmehr sehe ich diese Festzeitpunkte als Ankerpunkte innerhalb der Jahresabschnitte. Die Grafik soll das etwas verdeutlichen. Damit möchte ich sagen, daß ich zum Beispiel das Disenblót nicht zwingend genau an dem oben genannten Termin abhalten muß, wenn es draußen stark stürmt und ohne Ende regnet. Manche machen das vielleicht, weil sie drauf beharren – bitte, unbenommen – das kann man gern so halten. Ich sehe das aber anders. Meinem Verständnis nach beginnt ein fließender Zeitraum, der dann in den nächsten übergeht. Die Zeit nach Jul, dem noch winterkalten Frühjahr und Ostara ist ein gutes Beispiel. Die Julzeit geht mit Ende der Rauhnächte ja nicht schlagartig in den Frühling über. Dazwischen liegt die Festzeit der Disen (Dísir). Natürlich kann man einen Festzeitpunkt für sein Blót planen, denn es heißt ja nicht, daß all dies völlig ungeplant vonstatten geht. Wenn der Zeitpunkt zum Vollmond jedoch nicht günstig erscheint, so ist damit die Zeit der Disen nicht vorüber… sondern hat erst begonnen, bis sie fließend in den Frühling (Ostara) übergeht. Ich hoffe, daß die Grafik dies halbwegs klar werden lässt.