Archiv der Kategorie: Herbstblót

Das fließende Jahresschema

Mein Verständnis vom Jahreskreis orientiert sich weniger an der absoluten Festlegung gewisser Fixpunkte, wie dies die Liste der Jahreskreisfeste vermuten lassen könnte. Vielmehr sehe ich diese Festzeitpunkte als Ankerpunkte innerhalb der Jahresabschnitte. Die Grafik soll das etwas verdeutlichen. Damit möchte ich sagen, daß ich zum Beispiel das Disenblót nicht zwingend genau an dem oben genannten Termin abhalten muß, wenn es draußen stark stürmt und ohne Ende regnet. Manche machen das vielleicht, weil sie drauf beharren – bitte, unbenommen – das kann man gern so halten. Ich sehe das aber anders. Meinem Verständnis nach beginnt ein fließender Zeitraum, der dann in den nächsten übergeht. Die Zeit nach Jul, dem noch winterkalten Frühjahr und Ostara ist ein gutes Beispiel. Die Julzeit geht mit Ende der Rauhnächte ja nicht schlagartig in den Frühling über. Dazwischen liegt die Festzeit der Disen (Dísir). Natürlich kann man einen Festzeitpunkt für sein Blót planen, denn es heißt ja nicht, daß all dies völlig ungeplant vonstatten geht. Wenn der Zeitpunkt zum Vollmond jedoch nicht günstig erscheint, so ist damit die Zeit der Disen nicht vorüber… sondern hat erst begonnen, bis sie fließend in den Frühling (Ostara) übergeht. Ich hoffe, daß die Grafik dies halbwegs klar werden lässt.

Auf dem Alten Pfad… Gedanken

Ein Gastbeitrag

Ich fühle mich frei. Frei, zu tun, was ich möchte,  frei zu sein wie ich bin – ohne etwas darstellen zu müssen, ohne das Gefühl zu haben irgendwas beweisen zu müssen, aber vor allem: ohne jede Furcht davor, was irgendwer denken mag, wenn ich tue was ich tue oder sage was ich sage.

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Unsichtbare Welt

In geheimnisvollen Grauschattierungen umspielen feuchte Nebelschwaden das fallende Laubwerk der Bäume. Ein frohes Farbenspiel bei Tag wird zum Wechselspiel von Licht und Schatten, einer faszinierenden Eleganz von hell und dunkel im schwindenden Licht – dem letzten Licht warmer Herbsttage, ja dem letzten Licht des Tages überhaupt, das mit dem nahenden Dunkel verschmilzt. Düsterer Abendhimmel im späten Oktober. Vollmond… oh wunderbare Winternacht… Weiterlesen

Herbstblót im Eibenwald

Ein Gastbeitrag

Als Anhänger der Alten Sitte in einer Großstadt kommt der Wahl des heiligen Blótortes doch eine erheblich komplexere Bedeutung zu als dies in ländlichen Gefilden der Fall sein mag.
Ich bin jedoch von Herzen davon überzeugt, dass wir von mehr heiligen Orten umgeben sind, als wir es oft annehmen und eine der schönen Seiten einer immer mobiler werdenden Welt ist in jedem Fall, dass Orte näher aneinander rücken. Durch die Welt zu schreiten und zu sehen und zu hören ist eines der Dinge, die wir stets von den Göttern vorgelebt bekommen haben, wie ich finde. Weiterlesen