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Die Weihe der Thorshämmer…

… und weiteren Anhänger, meines Speers und des Eidrings, sollte eigentlich heute Morgen in aller Früh in meinem Steinheiligtum, dem Hörgr, stattfinden. Doch dem kundigen Auge verrät das Schlüsselwort „eigentlich“ sofort, dass der Wunsch mal wieder der Realität weichen musste. Schuld ist der  unnachgiebige und geradezu erbarmungslose Mecklenburger Winter: Sprühregen bei 4 °C. Den ganzen Tag.

Das hat mir einen gehörigen Strich durch die Rechnung gemacht, denn wenigstens ein paar trockene Minuten bräuchte ich schon, um mein Weihe-Blót am Steinaltar durchführen zu  können… vor allem verlässliche trockene Minuten… Aber in einem Mecklenburger Winter…nein…

Also baute ich kurzerhand meinen Stallr im Haus auf und führte für jeden Anhänger ein kleines Weiheritual durch.

Kern dieser Handlung sind folgende Worte:


Mächtiger Thor, Midgards Schützer,
Du weihst die Würdigen, wehrst der Not,
Mit nährendem Nass benetzt du die Erde,
gibst Kraft der Krume,
Stärke den Stämmen,
Segen den Sippen,
Mut jedem Menschen.

Thor, Sohn der Erde und Odins!
Vater von Macht, Mut und Kraft!
Ich bringe dir dieses Zeichen deines Hammers,
das der Träger um seinen Hals tragen will,
dir zur Ehre und im Vertrauen auf deine Stärke.
Dieser Hammer ist geschmiedet aus Feuer und Stahl.
Möge er seinem künftigen Träger Kraft und Mut geben,
wann immer er ihrer bedarf,
und ihn schützen auf all seinen Wegen!
Thor weihe diesen Hammer!

Diese Weihe-Anrufung lässt sich ganz einfach auf alle möglichen Gegenstände abwandeln. Der Grundaufbau stammt aus dem Buch „Das Heilige Fest“ von F. Steinbock.

Anfang der Woche gehen die Thorshämmer (+Eidring) also auf die Reise… flieg auf, mein Brief-Rabe…

Frisch aus der Schmiedeglut: Neue Thorshammer-Kollektion

Den ganzen Tag Nebel bei Temperaturen um die 2 °C. Da könnte ich doch mal wieder die Funken aufstieben lassen… dachte ich mir vor einigen Tagen. Und tat das dann auch. Also legte ich Feuer an die Schmiedekohle meiner offenen Feldschmiede und wollte einigen Ideen nachgehen. Hängen blieb ich zuerst bei einigen Ringen, schmiedete mir dann einen kleinen Speer-Anhänger (dazu vielleicht mehr in einem späteren Beitrag) und probierte dann einige kleine Thorshämmer. Erst mal nur zur Probe, denn man weiß ja nie so recht wie’s wirklich wird. Ja, aber doch – eigentlich muß ich sagen, daß ich mit der Kollektion der Thorshämmer ganz zufrieden bin. Auf dem Bild erkennt man die fertig nachbearbeiteten an dem Ring und der Schwärzung.

Geschmiedete Anhänger

Jetzt muß ich dazu sagen, daß ich ein großer Freund der einfachen und archaisch anmutenden Formen bin. Nichts ist für mich schlimmer, als der industriell glattpolierte Plunder auf diversen Märkten. Ich erfreue mich eher an solchen Dingen:

Geschmiedeter Thorshammer-Anhänger

So, nun lange Rede und kurzer Sinn. Auf dem Bild sind 5 Stück zu sehen und zwei sind bereits vergeben. Da ich diese Stücke aus Spaß an der Freude herstelle und sie für mich keinen großen Kostenfaktor darstellen, möchte ich sie verschenken – allerdings nur an jene treuen Leserinnen und Leser, die sich in meinem Newsletter registriert haben. Ich werde das also gleich noch mal über den Newsletter schreiben und anfügen, daß jeder, der sich für so ein Stück erwärmen kann, mir kurz eine Mail schreiben möge.

Da es an der Zahl nicht sonderlich viele Thorshämmer sind, werde ich in nächster Zeit noch mal eine neue Runde aus der Schmiedeglut holen. Wenn’s dieses Mal also nicht reicht, reserviert man für’s nächste Mal.

Worum ich allerdings bitten würde, wäre ein Unkostenbeitrag von 5 Euro für Porto, Schmiedekohle und ein passendes, hochwertiges, schwarzes Lederband, das so einen Anhänger erst zum Anhänger macht. Ja, von daher ist der Thorhammer kostenlos. Ich möchte aber ungern 5 oder 10 mal Porto bezahlen. Und wenn dabei ein kleiner Obolus für einen neuen Sack Schmiedekohle hängen bleibt, dann freut es mich. Denn zu den Thorshämmern sei gesagt, daß kein Stück dem anderen gleicht, jeder ist ein Unikat. Allein für die Nachbearbeitung benötige ich pro Stück etwa 20 Minuten oder mehr. Ok ja, ich arbeite langsam ;-)… aber wad soll’s.

Idee & Wunsch: Erdschmiede

Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt“, heißt es doch so schön in einer Werbung. Und derlei was einen so antreibt, gibt es sicher mehr als nur das eine „etwas“. So ist es auch mit den Wünschen. Manche Wünsche werden umgesetzt, andere warten auf ihre Erfüllung und gelegentlich kommt sogar noch mal einer dazu. Weiterlesen

Feldschmiede einrichten

Inspiriert durch das Schmieden meines Stallarings/Eidrings vor kurzem, bin ich nun zu dem Entschluß gekommen, daß sich eine Schmiedestelle mit richtigem Amboß und Esse doch recht gut auf’m Grundstück machen würde. Gerade was den Bedarf an Kleinigkeiten anbelangt, die sich im Rahmen der Alten Sitte eben so ergeben. Seien es weitere Ringe, Hornständer, Ger-Spitzen, Schalenlampen, urige Messer bis hin zur Möglichkeit des Bronzegießens. Experimentelle Erfahrungen habe ich schon viele gemacht, aber gerade das Schmieden gehört beinah zu den Gröbsten, im arbeitstechnischen Sinne (nicht vom Ergebnis her gesehen), und bisher hatte ich wenig Möglichkeit zur Anwendung in heimischen Gefilden. Dies ist nun anders, unser Grundstück ist groß genug und die wenigen Nachbarn um uns herum werden sich nicht dran stören. Da bin ich mir ziemlich sicher. Also heißt es: Esse aufbauen, Amboß, Schmiedewerkzeug und Kohle besorgen und los geht’s. Weiterlesen

Der Eidring wird geschmiedet

  • Der Eidring wird geschmiedet

Ich hätte es auch „Schmieden mit einfachsten Mitteln“ nennen können. Eigentlich war es auch zunächst nur ein Versuch, aber wie es dann eben häufig so ist… man probiert und probiert, bis es irgendwann grandios daneben geht und man alles verärgert einpackt. Oder die Aktion ist von Erfolg gekrönt, wie’s heute erfreulicherweise der Fall war. Sonst wäre’s zu diesem Beitrag wohl auch nicht gekommen.

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