Eine Winterwanderung zwischen den Tagen

Ein Gastbeitrag

Zwischen den Tagen habe ich bei eisiger Kälte eine ausgiebige Winterwanderung gemacht. Eine Zeit, in der das Licht langsam wieder erstarkt und die Dunkelheit beginnt, zu weichen. Eine Zeit, sich frohen Mutes auf den neuen Jahreskreis zu freuen. Mein Julblót habe ich wieder im Morgengrauen des Eibenwaldes abgehalten und so die schöne ruhige Stille eingeläutet.

Hier – wo mich meine Winterwanderung entlangführt – wird die Isar durch einen Auwald zerrissen und bildet ein unwahrscheinlich schönes Gelände, das durchzogen wird von wilden Kiefernwäldern. Eine Besonderheit dieser tollen Region liegt in der Wiedererstehung eines Urwaldes. Die Gegend wird nicht beforstet und sich selbst überlassen.

An solchen Orten empfinde ich immer eine ganz besondere Stille. Man kann das Wirken der Götter sehr unmittelbar wahrnehmen, finde ich. Wie sie in unserer Welt wirken und wir ihre Verbundenheit mit ihr sehen können ist etwas ganz spannendes für mich.
Die Auen haben mich an diesem Wintertag sehr an Skadi erinnert. Wie sich die beiden Welten der verschneiten Winterlandschaft und des seichten Wassers miteinander umgeben und doch nur nebeneinander existieren, war sehr inspirierend für mich.

Beeindruckt von der Stimmung, dem Ort und den Göttern und ihrer Anwesenheit, habe ich mich entschlossen ein Ritual am Flussufer abzuhalten. Nach einem tollen Tag habe ich mich auf den Heimweg gemacht, war ich sehr zufrieden und geerdet.

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