Walnussernte beginnt

Gibt es eine reiche Walnussernte, so schaut man auf ein gutes Jahr zurück. So heißt es zumindest im Mecklenburger Volksmund. Und die Walnuss gehört seit jeher zu jenen Bäumen, die es auf einem Hof zu pflanzen gilt.

Auch das ist eine dieser Weisheiten, die sich bis in unsere Zeit gehalten hat. Ich habe sie schon öfter gehört, kann dann aber immer auf unseren bestehenden Walnussbaum verweisen, so nach dem Motto: „Brauch ich nicht pflanzen, ham‘ wir schon“. Auf dem Hof, wo heute unser Haus steht, stand in früheren Zeiten eine bäuerliche Hofstelle, wie das eben überall so üblich war. Letztens sah ich ein altes Foto, das einen Schäfer mit seiner Herde zeigt – es muss ganz grob hier auf diesem doch recht beschaulichen Fleckchen Erde gewesen sein. Die Walnuss war auf dem Foto noch nicht zu sehen, sie muss ihr Lebenswerk also einige Zeit später angetreten sein. Mein Nachbar sagt, daß die Walnuss gute 60 Jahre alt wäre.

In manchen Jahren hängt kaum eine Nuss dort oben, um das Jahr drauf wieder in die Vollen zu gehen. Und dieses Jahr ist so ein Jahr; der Baum hängt so dermaßen voll mit großen Walnüssen, daß wir unsere liebe Mühe haben. Nun bin ich ein ausgesprochener Walnuss-Liebhaber und freue mich über diese Pracht.

Aber die Ernte ist auch mit viel Arbeit verbunden. Zuerst muß das Gras unter dem Baum kurz gemäht sein, so daß sich die Nüsse schnell sammeln lassen. Dann müssen sie umgehend gesäubert und ausgiebig getrocknet werden. Und gerade dieser Punkt ist nicht leicht. Denn einfach auf’ne alte Zeitung auf die Heizung oder den Dachboden legen, funktioniert nicht. Die Nuß ist zu feucht und beginnt binnen weniger Tage zu schimmeln. Daher habe ich uns nun ein Trockengestell gebaut, das sich jeden Tag etwas füllt.

Die Ausbeute weniger Minuten des Sammelns…

…um dann gesäubert auf dem Trockengestell Platz zu nehmen.

Ja, die Walnussernte hat begonnen…

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