Ein Schwung neuer Beiträge

Sendepause… zwei Monate… zwei ganze Monate… ja, ich weiß. Was soll ich sagen? Die weltlichen, allzu weltlichen Dinge haben mich fest im Griff. Mal mehr, mal weniger. So geht es allen.

Und nun? Eigentlich ist es doch kaum zu glauben, aber die Winternächte stehen nicht mehr nur vor der Tür… wir befinden uns mitten drin. Dunkel ist’s draußen – Niesel, Nebel, Graupel, all das müssen wir jetzt ertragen. Die Zeit zerfließt nur so in den Händen.

Heidnisch gesehen ist bei mir in der Zwischenzeit nicht viel passiert, das muß ich auch einfach mal zugeben. Aber zwei Ideen sausen mir noch im Kopf herum, für die ich keine richtige Form finden konnte. Daher streue ich sie hier einfach mit wenigen Worten ein.

Ásbrú – die Asenbrücke

Als der goldene Herbst noch jung war, gab es einen wunderschönen  Regenbogen. Geradezu wie eine Brücke ins Firmament, so ragte seine Farbenpracht vor uns auf. Und die Kamera war schnell gezückt: Ásbrú, die Regenbogenbrücke, auch Bifröst genannt.

Snorri Sturluson schrieb einst darüber:

Da frug Gangleri: „ Welchen Weg gibt es von der Erde zum Himmel?“

Har antwortete und lachte: „Nun hast du unklug gefragt. Hat dir niemals jemand erzählt, daß die Götter eine Brücke von der Erde zum Himmel gebaut haben, die Bifröst heißt? Die wirst du sicher gesehen haben, aber vielleicht kennst du sie als Regenbogen.“

[…]

Da frug Gangleri: „Wo ist der Hauptort oder der heilige Platz der Götter?“

Har antwortete: „Das ist bei der Esche Yggdrasil: da sollen die Götter täglich Gericht halten.“

Da frug Gangleri: „Was ist über diesen Ort zu berichten?“

Da antwortete Jafnhar: „Diese Esche ist der größte und beste von allen Bäumen. Seine Zweige breiten sich über die ganze Welt und reichen hinauf über den Himmel. Drei Wurzeln halten den Baum aufrecht, die sehr weit reichen: Die eine zu den Asen, die andere zu den Hrimthursen, wo vormals Ginnungagap war; die dritte steht über Niflheim.

[…]

Unter der dritten Wurzel der Esche, die zum Himmel geht, ist eine Quelle, die sehr heilig ist, Urds Quelle genannt. Da haben die Götter ihre Gerichtsstätte; jeden Tag reiten die Asen über Bifröst, die auch Asenbrücke heißt, dorthin.

Mein Steinheiligtum von oben

Im Spätsommer habe ich vom Dach einige Fotos aufgenommen, um über die Jahre zu sehen, wie sich alles entwickelt. In der einen Ecke des Grundstücks befindet sich mein Steinheiligtum. Ich erwähnte bereits, daß es mit der Zeit erst noch richtig zuwachsen soll. Beispielsweise soll rundherum ein kleines Wäldchen entstehen, die Bäume sind bereits gepflanzt, aber hier wohl eher nicht richtig zu erkennen. Und am Tor rankt sich so langsam der Efeu empor. Wenn er erst mal so richtig Fuß gefaßt hat, was dieses Jahr der Fall war, dürfte es nicht allzu lang dauern, bis man die heilige Stätte zum Hörgr durch ein Efeutor betritt. Darauf freue ich mich schon…

 

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